Janov-Maaz-Miller

Alternativen in Psychologie und Esoterik

Beziehung, Liebe und Partnerschaft

Beziehung, Liebe und Partnerschaft aus dem Blickwinkel der Psychologie

Beziehung, Liebe und Partnerschaft bilden die Fundamente jedes Menschen. Dabei muss es sich gar nicht um eine Ehe oder Lebensgemeinschaft zwischen zwei Menschen handeln. Auch die Beziehung zwischen zwei sich nahestehenden Menschen oder die Liebe, die ein Elternteil für sein Kind aufbringt, gehören zu den Grundsteinen der menschlichen Psychologie. Sie formen den Charakter eines Menschen nachhaltig; oftmals sogar ein ganzes Leben lang.

Auch wenn Männer und Frauen häufig auf unterschiedliche Art und Weise denken und fühlen, so zeigen sich andererseits auch wiederum verblüffende Gemeinsamkeiten, wenn es darum geht, ab wann sich zwei komplett fremde Menschen gegenseitig sympathisch finden oder sich gar ineinander verlieben.

Es könnte so einfach sein …
Arthur Aron, Professor in den Vereinigten Staaten von Amerika, hat dazu an der Universität von New York ein einfaches Experiment mit höchst erstaunlichem Ausgang durchgeführt. Er forderte die freiwilligen Teilnehmer, jeweils einen Mann und eine Frau, dazu auf, sich 90 Minuten lang intensiv und angeregt miteinander zu unterhalten.

Dabei mussten lediglich drei Grundvoraussetzungen erfüllt werden. Erstens mussten die Teilnehmer des Experiments Single sein. Zweitens musste sich das Gespräch um intensive Themen drehen. Der Tod eines geliebten Menschen oder etwa der unangenehmste Moment im bisherigen Leben der Teilnehmenden kamen als mögliche Gesprächsthemen infrage. Drittens durften sich die Teilnehmer des Experiments davor noch niemals in ihrem Leben begegnet sein. War das Gespräch beendet, so forderte Arthur Aron die zwei Menschen, die sich zuvor intensiv unterhalten hatten, dazu auf, einander für einen Zeitraum von vier Minuten intensiv in die Augen zu sehen. Dabei durfte kein Gespräch stattfinden. Mann und Frau mussten also schweigen und sich auf ihr jeweiliges Gegenüber konzentrieren.

Zum Erstaunen aller Beteiligten führte eine daraufhin ausgeführte Auswertung zu verblüffenden Ergebnissen. Nicht nur, dass sowohl Mann und Frau die zuvor vollkommen fremde Person nach dem Experiment attraktiver fanden. In den meisten Fällen schätzten die Teilnehmer nun Ihr Gegenüber deutlich attraktiver ein, als dies zuvor der Fall war. In zwei Fällen wurde nach dem Experiment sogar geheiratet.

… oder doch nicht?
Dieser einfache Versuch macht deutlich, dass Männer und Frauen gar nicht so unterschiedlich sind, wie allgemein angenommen wird. Beide Geschlechter jedoch aus demselben Blickwinkel der Psychologie heraus zu betrachten und über einen Kamm zu scheren, ist definitiv der falsche Zugang zu den Themen Beziehung, Liebe und Partnerschaft. Auch beim Thema “Beziehungsprobleme lösen” sollte man diesen – geschlechtsspezifischen – Ansatz wählen. In diesem komplexen Umfeld warten noch viele unentdeckte Phänomene darauf, von Experten entdeckt, entschlüsselt und verstanden zu werden.

Text: Joachim KERN


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