Maaz
Der 1943 in Niedereinsiedel geborene Hans-Joachim Maaz ist ein deutscher Psychoanalytiker und Autor. er wuchs in Sebnitz (Sachsen) auf, studierte 1962 bis 1968 in Halle a.d. Saale Medizin und wurde 1974 Facharzt für Neurologie und Psychiatrie. Später leitete er die psychiatrische Abteilung des Krankenhauses in Beeskow, seit 1980 ist er Chefarzt der Psychotherapeutischen und Psychosomatischen Klinik im Evangelischen Diakoniewerk Halle. Obwohl es n der DDR relativ wenig psychoanalytische Forschungen gab, konnte Hans – Joachim Maaz unter dem Schutz der Kirche relativ frei forschen und arbeiten.
Seine überdurchschnittliche Bekannthaeit außerhalb von Fachkreisen verdankt Maaz vor allem seinen Büchern und seinen regelmäßigen Medienauftritten. In dem 1990 erschienenen Werk „Der Gefühlsstau“ untersuchte er die Formen der staatlichen und familiäreren Repression innerhalb der DDR und ihre Auswirkungen auf die Bürger. In anderen Publikationen untersuchte er die Folgen der wiedervereinigung aus psychotherapeutischen Gesichtspunkten.
In seinen späteren Büchern wie „Die Liebesfalle“ beschäftigt er sich mit den psychologischen Aspekten von Liebesbeziehungen. Auf MDR hat er außerdem eine monatliche Sendung, in der er unter dem Titel „Alles Psycho“ geselschaftliche Fragen aus therapeutischer Sicht beurteilt.
Die Bücher:
* Der Gefühlsstau. Ein Psychogramm der DDR. 1990
* Das gestürzte Volk oder die verunglückte Einheit. 1991
* Die Einheit beginnt zu zweit. Ein deutsch-deutsches Zwiegespräch. 1991
* Die Entrüstung. Deutschland Deutschland. Stasi, Schuld und Sündenbock,. 1992
* Der Lilith-Komplex. Die dunklen Seiten der Mütterlichkeit. 2005
* Die Liebesfalle. Spielregeln für eine neue Beziehungskultur. 2007
* Wenn wir wieder fühlen können. 2007
* Die neue Lustschule: Sexualität und Beziehungskultur, 2009